40.56° N — 8.32° E · Sardegna

AlgheroL'Alguer

Ein katalanischer Hafen auf Sardinien — Sandsteinmauern über dem Mittelmeer, Gassen, in denen noch Algheresisch klingt, und die rote Koralle, die der Riviera ihren Namen gab.

Die Altstadt-Silhouette von Alghero über dem Hafen — Glockenturm, Kathedralenkuppel und Stadtmauern, mit Booten im Vordergrund

Foto Eugene Chystiakov / Unsplash

Gäste an Tischen in einer Kopfsteinpflastergasse der Altstadt von Alghero, beleuchtet von Lichterketten

Eine Stadt mit zwei Namen

La Petita Barcelona auf Sardinien

Alghero liegt an der Nordwestspitze Sardiniens und wird „Klein-Barcelona“ genannt — wegen eines katalanischen Erbes, das bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht, als die Stadt an die Krone von Aragón fiel. In der Altstadt hört man noch heute Algheresisch, den örtlichen katalanischen Dialekt.

Stadtmauern und Wehrtürme aus dem 16. Jahrhundert umschließen die Altstadt. Dahinter liegen enge Gassen, farbige Häuser und Fischrestaurants. Von hier — von der roten Koralle, die vor dieser Küste gefischt wurde — hat die nahe Riviera ihren Namen: Riviera del Corallo.

Region
Sardinien, Italien
Einwohner
≈ 44.000
Sprachen
Italienisch · Algheresisch
Bekannt für
Stadtmauern und Korallen
Beste Zeit
Mai – September

Foto Alp Ancel / Unsplash

Riviera del Corallo

Wo man baden kann

Fünf Strände entlang der Korallenriviera, geordnet nach Entfernung von der Altstadt — vom Sand in Fußnähe bis zur türkisen Lagune von La Pelosa, eine Stunde die Küste hinauf.

  1. ≈ 4 km · AlgheroFeiner weißer Sand des Strandes Maria Pia, der sich zur Silhouette von Alghero zieht

    Spiaggia di Maria Pia

    Der Stadtstrand von Alghero

    Ein langes Band aus feinem weißem Sand zwischen Pinien und Dünen, die Altstadt am Horizont. Das Wasser ist flach und fällt sanft ab.

    Gut für

    • Zu Fuß, mit dem Rad oder kurzer Busfahrt aus der Stadt
    • Flaches Wasser und weicher Sand für Familien
    • Pinienschatten, Bars und Liegen

    Zu bedenken

    • Der belebteste Strand Algheros — im Sommer früh kommen
  2. ≈ 13 kmSonnige türkise Bucht am Strand Lazzaretto mit einem kleinen Katamaran im Sand

    Spiaggia del Lazzaretto

    Eine Reihe türkiser Buchten

    Einige kleine Buchten mit klarem, ruhigem Wasser, direkt neben dem beliebten Le Bombarde. Geschützt und flach — gut zum Schnorcheln.

    Gut für

    • Klares, ruhiges, flaches Wasser
    • Geschützte Buchten und schöne Kulisse
    • Busverbindung im Sommer

    Zu bedenken

    • Klein — in der Hochsaison schnell voll
    • Kostenpflichtige Parkplätze, wenig Platz
  3. ≈ 14 km · Porto ConteDie weite türkise Bucht von Porto Conte mit dem von Pinien gesäumten Strand Mugoni

    Spiaggia di Mugoni

    Die geschützte Bucht

    Ein langer Sandbogen entlang der ruhigen Bucht von Porto Conte, von Pinienwäldern gesäumt — mit dem geschütztesten Wasser der ganzen Küste.

    Gut für

    • Sehr ruhiges, geschütztes Wasser
    • Viel Platz entlang der Bucht
    • Kinder, Stand-up-Paddling und Segeln

    Zu bedenken

    • Weiter hinten in der Bucht — Auto von Vorteil
    • Weniger Angebot als die Stadtstrände
  4. ≈ 15 kmBrandung in der weiten Bucht von Porto Ferro mit einem Wachturm auf der Landzunge

    Spiaggia di Porto Ferro

    Der wilde Strand

    Ein breiter, offener Strand aus goldrotem Sand zwischen zwei alten Wachtürmen, dem Wind und der Dünung ausgesetzt. Beliebt bei Surfern.

    Gut für

    • Dramatische, wenig überlaufene Landschaft
    • Rotgoldener Sand und lange Sonnenuntergänge
    • Wellen zum Surfen und Windsurfen

    Zu bedenken

    • Wind und Wellen — nicht immer ruhig zum Schwimmen
    • Wenig Infrastruktur; Auto nötig
  5. ≈ 45 km · ~1 hTagesausflug — vorausplanenFlaches, glasklares türkises Wasser über weißem Sand an der Pelosa bei Stintino

    La Pelosa

    Die flache Lagune von Stintino

    Oft als schönster Strand Sardiniens bezeichnet: pudrig weißer Sand und flaches, glasklares Wasser unter einem Turm aus dem 16. Jahrhundert. Die Fahrt lohnt sich — mit ein paar Auflagen.

    Gut für

    • Außergewöhnlich klares, flaches Wasser
    • Der ikonische Blick auf Turm und Insel
    • Puderfeiner weißer Sand

    Zu bedenken

    • Rund eine Stunde Fahrt von Alghero
    • Im Sommer begrenzter, kostenpflichtiger Zugang — vorab buchen (≈ 3,50 €, 8:00–18:00, 15. Mai – 15. Okt.)
    • Teure Parkplätze und viel Andrang

Fotos Mikisbd, Benoît Prieur, Gianni Careddu, Patrik Pacut, goldpicasa / Wikimedia Commons, CC0 / CC BY / CC BY-SA

Riviera del Corallo — die Küste erhielt ihren Namen von der roten Koralle, die hier seit Jahrhunderten gefischt wird.
Corallium rubrum · Wahrzeichen Algheros
Zweig der roten Koralle, Corallium rubrum, von einem Riff im Mittelmeer
Mittelmeer, vor Italien
Verzweigte Kolonie der roten Koralle, Corallium rubrum
Verzweigte Kolonie

Fotos James St. John / Wikimedia Commons, CC BY 2.0